Der im hessischen Bad-Soden - Salmünster geborene Andreas Geier begann zunächst nach dem Abitur in Frankfurt/M. ein Theologie- und Philosophiestudium im Rahmen des Mainzer Priesterseminars, es zog ihn jedoch nach kurzer Zeit – angeregt durch die Ära Gielen/Zehelein an der Frankfurter Oper – ans Theater. Er begann ein Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Wien und wechselte anschließend an das Theaterwissenschaftliche Institut nach Köln. Während seines Studiums hospitierte er am Staatstheater Wiesbaden und arbeitete längere Zeit in der Dramaturgie der Frankfurter Oper. In der Spielzeit 1994/95 holte ihn Prof. Kurt Horres an die Deutsche Oper am Rhein, wo er als Regieassistent und Spielleiter arbeitete. In dieser Tätigkeit war er auch von 1997 bis 2002 am Badischen Staatstheater in Karlsruhe engagiert. Seine erste Arbeit am Badischen Staatstheater war die Gestaltung und Moderation der Veranstaltung zum Welt-Aids-Tag am 1.Dezember, die für fünf Jahre zu einer festen Tradition in Karlsruhe wurde. Er inszenierte zahlreiche Soloabende u.a. mit Petra Welteroth „Shirley Valtentine“ und Birgit Bücker „NEU(E)ROSEN“; hat im Herbst 2000 mit „Sitten und Unsitten am Theater“ von G. Donizetti seine erste Opernarbeit in Karlsruhe vorgestellt und im Oktober 2001 mit „Il Campanello“ einen weiteren Donizetti in Szene gesetzt. Gastspiele führten ihn im Mai 2001 ans Stadttheater Aachen: “Augen zu und durch“ ein musikalisches Überlebenstraining (Revue von Andreas Geier und Heribert Leuchter), an die Kammeroper Weißenhorn mit N. Rimsky-Korsakov „Mozart und Salieri“ und Johann Adolf Hasses „Die erzwungene Ehe“, im November 2001, nach Augsburg „Die Fledermaus“ von Johan Strauß, ans Nationaltheater Mannheim: J. Benda „Medea“ und 2003 ans Theater Kiel: Eduard Künnecke „Lady Hamilton“. Auf Einladung der Opera Ontario in Hamilton, Kanada inszenierte er 2002 W.A. Mozart „Le Nozze di Figaro“ und hat dort, wegen des großen Erfolges der Produktion, im Januar 2003 Lakmé in Szene gesetzt. Letzte Opernproduktion war G. Verdis „Rigoletto“ am Nationaltheater in Brünn (CZ). Von September 2002 bis 2008 war er fester Hausregisseur am Alten Schauspielhaus / Komödie im Marquart in Stuttgart. Dort inszenierte er Cole Porters „Anything Goes“, Paul Rudniks „Ausgerechnet Hamlet“ mit Oli P. in der Hauptrolle, „Cyrano in Buffalo“ von Ken Ludwig, Ralf Benatzkys „Herzen im Schnee“ und Berhard Shaws „Pygmalion“, im Theater unterm Dach „Der Gefängniswärter“ (UA) und „Die Tour“ sowie die – von ihm geschriebenen Nachtprogramme: „Männerfang für Fortgeschrittene“, „Scharf, aber geschmacklos – die Kochshow“ und „Piaf – Die Suche nach Liebe“. „Piaf“ lief inzwischen mit großem Erfolg über 20 Mal als selbständiges Gastspiel in zahlreichen süddeutschen Theatern und gastiert im Juni 2007 beim Internationalen Theaterfest in Brünn (CZ), zudem bekam die Produktion 2008 in Ravensburg den oberschwäbischen Kleinkunstpreis. Seit Dezember 2008 ist Andreas Geier Ballett- und Opernreferent des Festspielhauses Baden-Baden. Als neustes Projekt schrieb er für den Ballettdirektor des Salzburger Landestheaters Peter Breuer das Buch zu dessen neustem Ballett „Marilyn“, das im Oktober 2009 Premiere hatte.